Die Stadt
Ein Rundgang durch Sinzig


  

Es gibt wohl keinen Punkt in der Goldenen Meile im Rheintal, von dem das Sinziger Wahrzeichen, die Pfarrkirche Sankt Peter, nicht zu sehen ist. Die spätromanische Basilika, mit der vermutlich um 1225 begonnen wurde, ist eines der bedeutendsten Bauwerke der Spätromanik. Grund genug, 1998 das Bauwerk als Teil des Weltkulturerbes in die Schutzliste der UN aufzunehmen. Die dreischiffige Pfeilerbasilika im gebundenen System mit Emporen und Zentralturm ist das älteste Bauwerk der Stadt und beherbergt bedeutende Kunstwerke wie den Passionsaltar von 1480 und eine Pieta aus der 1.Hälfte des 14. Jahrhunderts. Bemerkenswert auch das Geläute, daß zu den ältesten im Bistum Trier zählt.

Auf dem Weg zum Schloss steht das überlebensgroße Barbarossadenkmal. Die Statue zeigt Kaiser Friedrich I. Barbarossa von Hohenstaufen, der wegen seines roten Bartes den Beinamen "Barbarossa" bekam. Aus seinen zahlreichen Aufenthalten im Reichshof und Pfalzort Sinzig gründet sich schließlich auch der Begriff "Barbarossastadt" Sinzig.
  
Das heutige Sinziger Schloss entstand in der Zeit der Rheinromantik. 1854-1858 ließ der Kölner Kaufmann Gustav Bunge in Sinzig eine Sommervilla im Stil eines neugotischen Schlosses errichten. Die Gartenanlagen gestaltete man im Stil eines romantischen Parks. Dabei blieben der Schlossgraben und Reste der alten Mantelmauern erhalten. Die Räume im 1. und 2. Stock beinhalten heute das Heimatmuseum. Der ehemalige Salon wird für Kulturveranstaltungen genutzt, das Billardzimmer war bis 1990 Ratssaal. Hervorzuheben ist, dass in Sinzig die Brautpaare im Schloss heiraten. Das Turmzimmer dient heute als Standesamt und bietet für diese Gelegenheit ein einzigartiges Ambiente.
  

Vom Schloss gelangt man über die angrenzende Schloßstraße auf den Marktplatz, neben dem Kirchplatz der bedeutendste Platz in Sinzig. Direkt im Anschluss liegt der Brunnenplatz mit einer Brunnenschale aus dem 19. Jahrhundert.
  

 
Nach hundert Metern mündet linker Hand die Eulengasse in die Ausdorfer Straße, auf den ersten Blick eine unscheinbare Straße, aber doch die "Wiege des Rheinischen Adels". Der Wolfskehler Hof und die 1970 teilabgerissene Martelsburg waren im Mittelalter Stadtburgen Sinziger Adelsgeschlechter. Zurück in der Ausdorfer Straße, geht man die wenigen Meter bis zur Ampel, wo links die HarbachStraße beginnt. Ein Fußweg, der parallel zur Harbach Straße verläuft, führt an Überresten der Sinziger Stadtmauer vorbei hinab zum Harbachpark mit interessanten Zeugnissen der Stadtbefestigung.
  


Der Rheinstraße folgend, vorbei an dem Gutshaus der Weierburg, gelangt man nur wenig hinter der nächsten Ampelkreuzung zu einem weiteren Teil der Sinziger Stadtmauer mit der Wikhausruine.


  
Das Wikhaus war Bestandteil der alten Sinziger Stadtbefestigung mit Gräben und Toren, mit deren Errichtung 1298 begonnen wurde.
Von da geht es ein Stück am Rosenpark vorbei in Richtung Kirche. Dort befindet sich der Zehnthof mit seinem sehenswerten Innenhof und dem "Rittersaal". Die Geschichte des Zehnthofs reicht bis in das Jahr 855 zurück. Das Vordergebäude ist barock, das dahinter liegende schloßartige Gebäude stammt aus dem Jahr 1875.
  Vom Zehnthof sind es nur wenige Schritte bis zum Kirchplatz, dem Ausgangspunkt unseres Rundganges durch Sinzig.
   
  Quelle: Stadt Sinzig
Weitere Informationen unter: www.sinzig.de

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