Wie eine Insel liegt
das Sinziger Schloss in einem breiten Graben, der einst als Wassergraben
das Schloss der Herzöge von Jülich-Berg umgab, zu deren
Territorium Sinzig bis 1794 gehörte. Der mit vier Ecktürmen
bewehrte Bau wurde 1689 während des pfälzischen Erbfolgekrieges
von französischen Truppen zerstört. Das heutige Sinziger
Schloss entstand, wie mehrere Schlösser der näheren Umgebung,
in der Zeit der Rheinromantik. 1854-1858
ließ der Kölner Kaufmann Gustav Bunge in Sinzig eine Sommervilla
im Stil eines neugotischen Schlosses errichten. Der Architekt Vincenz
Statz stellte den Neubau auf die Grundmauern der 1689 zerstörten
Wasserburg. Die Gartenanlagen gestaltete man im Stil eines romantischen
Parks. Dabei blieben der Schlossgraben und Reste der alten Mantelmauern
erhalten.
Der Schwager des Bauherrn, der Maler
Carl Andreae, malte 1863-1865 in hoher künstlerischer Qualität
das Turmzimmer aus, gestaltete die Türfüllungen und
die Kassettendecke des Salons. Die Wandbilder des Turmzimmers
vermitteln einen Eindruck der Historienmalerei des 19. Jahrhunderts.
Das Schloss blieb bis 1952 im Besitz der Familie Bunge-Koenigs.
1954 erwarb es die Stadt Sinzig.
|
Die Räume
im 1. und 2. Stock wurden zum Heimatmuseum umgebaut. Der ehemalige
Salon wird für Kulturveranstaltungen genutzt, das Billardzimmer
war bis 1990 Ratssaal, das Turmzimmer dient heute als Trauzimmer
des Standesamtes.
Quelle: www.sinzig.de |
Das
2004 mit großem Aufwand restaurierte Turmzimmer dient heute
als Standesamt, und ist begehrte Örtlichkeit für den Beginn
der Ehe.
Quelle: Heimatmuseum Sinzig |
Heimatmuseum Sinzig
im Schloss
Barbarossastr. 35
53489 Sinzig
Mehr unter: www.museum-sinzig.de
Geöffnet:
Donnerstags von 10.00 bis 12.00 Uhr
Samstags und Sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr
Gruppenführungen nach Vereinbarung
Informationen:
Rathaus Sinzig,
Tel.: 02642/4001-0
Fax: 02642/ 4001-39,
Leitung: Frau Agnes Menacher, Tel.: 02642/ 3406 |